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Iran - Teil III

Die Geschichte des Iran - Die Islamische Republik

Den Werdegang zum Islam, und wie er sich im Iran auswirkte, haben wir bereits in den letzten Berichten beschrieben. 1979 kam es unter Ruhollah Chomeini zur Revolution und am 1. April rief Chomeini dann offiziell die "Islamische Republik" Iran aus. Der Revolutionsrat wurde aufgelöst als die IRP ( Islamische Republikanische Partei) den ersten Wahlsieg 1981 errang. Grund genug für die CIA mit den wohl etwas ungehaltenen Revolutionären einen Bombenanschlag auf eine Parteiversammlung der IRP zu planen. In solchen Fällen steht die CIA auch immer gern mit Rat und Tat zur Seite.

1980 brach aufgrund früherer Grenzkonflikte und dem Machthunger Husseins, der Krieg zwischen dem Irak und dem Iran aus. Der Präsident des Irak, Saddam Hussein, strebte den Aufstieg seines Landes zu einer regionalen Macht an. Dank der großzügigen Unterstützung der USA, Frankreich und der Sowjetunion war dieses Ziel gar nicht so utopisch. Fünf Tage nach Kriegsbeginn trafen sich der amerikanische Außenminister Edmond Muskie und Busenkumpel der Sowjetunion Andrej Gromkyo, das Ziel war schnell klar: Nämlich keins! Die USA und die Sowjetunion waren sich einig darin nichts zu tun, was dem Weltsicherheitsrat einen Grund geben könnte, einen Waffenstillstand anzustreben.

Der Iran hatte reell gesehen keine Chance gegen Hussein. Die Militärmacht des Schahs war längst abgeflacht und die meisten Kommandeure erschossen. Die Einzige Hoffnung setzte Chomeini in die Revolutionswächter. Dies waren islamische Glaubenskämpfer die sich mit aller Macht Allem was etwas Schlechtes für das Land bedeuten könnte in den Weg stellten. Der Plan ging vorerst auch auf und Hussein´s Truppen konnten 15km in iranisches Gebiet vordringen. Dort trafen sie dann auf die Revolutionswächter, die mit gläubiger Verbissenheit die Front halten konnten und Saddam Hussein seine Taktik ändern musste. An diesem Punkt kamen die Gasgranaten zum Einsatz, missbilligt von der USA. Hussein sagte zu diesem Thema ganz einfach, dass es irrelevant ist ob man durch eine Kugel oder Gas stirbt. Für die Revolutionswächter war der Tod nichts schlimmes, durch ihren Glauben waren sie darauf vorbereitet und das Märtyrertum war die Erfüllung ihres Lebens um anschließend dann ins Paradies zu gelangen. Allerdings baute dieses Märtyrertum auf der Geschichte des Propheten-Enkel Husain auf, der im Jahr 680 abendländischer Zeitrechnung am Euphrat aus unzähligen Wunden blutete. Seitdem gehören für Schiiten das Märtyrertum und Wunden eng zusammen, was bei einem Tod durch Gas wohl kaum gegeben sein dürfte. Hussein setzte also genau da an wo seiner Meinung nach die einzige Schwachstelle der Revolutionswächter war, an ihrem Glauben. Und der Plan ging auf. Am 18. Juli 1988 befahl Ayatollah Chomeini den Revolutionswächtern sämtliche Kämpfe einzustellen. Am 03. Juni 1989 verstarb der Ayatollah und somit der Schöpfer der islamischen Republik Iran.

Bis heute sind keine genauen Zahlen der Verluste dieses Krieges bekannt, Schätzungen gehen allerdings auf etwa 367.000 Tote, davon 262.000 aus dem Iran.

Nach dem Tod Chomeinis gab es im Iran verschiedene Machtzentren die sich gegenseitig austarierten, bis letztendlich 1997 Muhammad Chatami, als neuer Reformpräsident mit deutlicher Stimmmehrheit die Führung übernahm. Diese verdankte der USA-Fan wohl aber zum Großteil den weiblichen und jüngeren Wählern, denen er vor der Wahl versprach die Rechte deutlich zu erhöhen. Alles in Allem kann man sagen das er als "Vorzeige-Demokrat" den USA und Israel gütig gedient hat. Die USA hingegen begannen Anfang der 90er Jahre mit den Kriegsvorbereitungen gegen den Iran. So sagte der damalige Außenminister Ben Eliezer vor dem zweiten Golfkrieg:

"Der Irak ist ein Problem, aber sie müssen das verstehen - meiner Meinung nach ist der Iran heute gefährlicher als der Irak."

Nach dem Amtsantritts Clintons wurde das Projekt aber vorerst gestoppt, weil der Präsident keine weiteren militärischen Zuspitzungen wollte. 1996 legte eine Arbeitsgruppe unter Richard Pearl und Benjamin Netanjahu "A Clean Break" vor, ein Bericht zur Lösung der "Sicherheitsprobleme" Israels im nahen Osten. Der Inhalt des Berichts zeigt Israels Charakter wieder einmal mehr als deutlich:

"Zwar gibt es diejenigen, die zur Kontinuität beraten. Israel hat aber die Möglichkeit einen klaren Schnitt zu machen und einen Friedensprozess auf einer völlig neuen geistigen Grundlage zu schmieden, eine Initiative wiederherzustellen und bietet dem Volk den Raum jede engagierte mögliche Energie in den Wiederaufbau des Zionismus zu investieren. Das muss der Ausgangspunkt der Wirtschaftsreformen sein."

Seit dem 11.September 2001 ist es in den USA, für gewisse zionistische Anhänger der Likud-Lobby, noch wesentlich einfacher, Strategien am Präsidenten vorbei zu entscheiden oder ihm gewisse Pläne schmackhaft zu machen. Mittlerweile gibt es in den USA mehr als 1000 Geheimdienste und man könnte sagen fast jeder davon hat Gesetze in Umlauf gebracht die es ermöglichen ohne Handhabung von Oben aktiv zu werden. So soll es auch im Iran laufen. Wenn die Lobby mit z.b. dem Verteidigungsminister nicht zufrieden ist, wird der vor dem Präsidenten in Frage gestellt und schon können sie ohne Diesen agieren.

Der Iran ist seit 1968 Mitglied und sogar einer der ersten Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags. Es gibt nur 4 Nationen die nicht unterschrieben haben, dazu gehört bis heute Israel. Seit Monaten rühren in der Suppenküche der Systemmedien die Gerüchte darum das der Iran angeblich nachweislich Uran für eine Atombombe anreichert. Wer würde das auch nicht wenn man seit Jahrzehnten bedroht wird und ein ganzes Volk zu beschützen hat?

Fraglich ist allerdings auf was genau Israel mit dem Angriff wartet? Ist da vielleicht doch ein wenig Skrupel vorhanden? Immerhin haben sie die UN-Charta mit unterzeichnet um den Frieden der Welt zu wahren. Aber ob wir das Wunder noch erleben werden?

Der Iran Teil I

Der Iran Teil II